28. April: Zweites Kammerkonzert in der Ev. Kirche Weilerswist

Nach dem sehr gut besuchten ersten Konzert findet am Sonntag, den 28.04.2019 um 17 Uhr bereits das zweite Kammerkonzert der neuen Konzertreihe in der Ev. Kirche in Weilerswist statt.

In dem Duokonzert für Flöte und Klavier werden Werke von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Gabriel Fauré, Georg Philipp Telemann, Georges Enescu und Franz Schubert zur Aufführung gebracht.

Die beiden Solisten Martha Flamm und Nika Afazel  (Fotos) erhielten bereits diverse Preise und Stipendien, u.a. Chance Festival in München 2018, Baldowski Preis in Baldham 2018 und Gourani-Akademie Preis in München 2018. Nika Afazell war in Weilerswist zuletzt als Solistin im 1. Klavierkonzert von L. van Beethoven zu hören.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um eine großzügige Spende für die Musiker wird gebeten.

Ev. Kirche, Martin-Luther-Str. 27-29, 53919 Weilerswist

Neue Kammerkonzertreihe in der Ev. Kirche Weilerswist

Durch die Anschaffung des neuen Konzertflügels ergibt sich für die Ev. Kirchengemeine in Weilerswist nun die Möglichkeit, eine Kammerkonzertreihe ins Leben zu rufen. Hier sind junge Musiker, die noch im oder kurz nach dem Musikstudium stehen, eingeladen, sich mit ihrem Examensprogramm oder in Vorbereitung auf einen Wettbewerb in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

So gibt es nun eine Reihe mit Kammerkonzerten jeweils sonntags um 17 Uhr: Bereits am 07.04.2019 wird das Cello-Klavier-Duo „Aken2“ Werke von Schumann, Dvorak, Piazzolla und Beethoven präsentieren. Die Solisten Soraya Ansari und Luis Castellanos (Foto) – Studierende der Hochschule für Musik und Tanz Köln (HfMT) – blicken bereits auf eine umfangreiche Duokarriere zurück, seit 2012 wurden sie bereits im In- und Ausland zu Konzerten eingeladen und gewannen 2016 ein Stipendium, welches sie zu zahlreichen weiteren Konzertauftritten führte.

In lockerer Folge werden über das Jahr verteilt weitere Kammerkonzerte in der Ev. Kirche Weilerswist stattfinden, die nächsten Termine sind bereits am 28.04.2019 mit einem Duokonzert für Flöte und Klavier (Martha Flamm – Flöte, Nika Afazel – Klavier) und am 26.05.2019 mit einem Klavier-Solokonzert  (Viktoria Kleymann)

Bei allen Konzerten ist der Eintritt frei. Um eine großzügige Spende für die Musiker wird gebeten.

Ev. Kirche, Martin-Luther-Str. 27-29, 53919 Weilerswist

Poesie in tragbaren Stücken – Ausverkaufte Lesung im Kulturhof Velbrück in Metternich

Drei große rheinische Vertreter moderner Lyrik begeisterten bei der Lit.Eifel 2018 auf dem Kulturhof Velbrück in Weilerswist – Einfühlsame Pianoklänge zwischen wunderbaren Sprachbildern begeisterten vor vollbesetztem Auditorium

Weilerswist – Was ist der Unterschied zwischen Schriftstellern und Poeten? Die Grenzen sind fließend und Geschmackssache, doch der Lit.Eifel 2018 gelang es jetzt ohne jeden Zweifel, drei handverlesen gute moderne Lyriker zu einer Lesung im Kulturhof Velbrück in Weilerswist-Metternich zu versammeln. Die Veranstaltung war zu recht „Ein Abend für die Poesie“ überschrieben worden.

Vor prall gefülltem Auditorium begrüßten Nino Laufens vom Verlag Velbrück und die Weilerswister Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst die Dichter Hartwig Mauritz, Frank Schablewski und Christoph Leisten im umgebauten, aber noch erkennbaren Ambiente einer Stallung des zum „Kulturhof“ umgebauten landwirtschaftlichen Gehöftes. Einfühlsam und unspektakulär leitete der junge Pianist Nico Schumacher zwischen den Gedichten mit Eigenkompositionen über.

Was auch nötig war, denn Lyrik in dieser Vielzahl und Fülle muss erst mal verstanden, nachgefühlt und wohl auch geistig „verdaut“ werden. Was nie und nimmer jedem für alle Gedichte und Sprachpirouetten des Abends gelungen sein kann. Aber jede der Zuhörerinnen und jeder der Literaturfans, die sich zur Lit.Eifel-Lesung versammelt hatten, wird etwas für sich und fürs Leben mitgenommen haben.

Drei Varianten mit den gleichen Wörtern

Nicht nur dieses, aber zum Beispiel das Meisterwerk „Spielraum“ des vielfach ausgezeichneten Frank Schablewski, auswendig und frei vorgetragen, dreimal mit den gleichen Wörtern, aber jeweils sprachlich variiert, unterschiedlich pointiert, mit anderer Betonung und anderem Sinn. Die Stimmung im Gedicht wandelt sich so hör- und spürbar von konfliktbeladen zu friedvoll. Das war große Dichtung und brillante Rhetorik.

Der „Abend für die Poesie“ war dreigeteilt. Erst lasen die drei Dichter, die auch gute Rezitatoren sind, Lyrik von Rose Ausländer, Dagmar Nick, Ernst Meister; Ingeborg Bachmann, Elisabeth Axmann und Tuvia Rübner. Dann kamen eigene Werke zum Vortrag aus der Feder des unter anderem mit dem „Dresdner Lyrikpreis“ ausgezeichneten Hartwig Mauritz, der mit dichterischen Streifzügen durch Eifel und Hürtgenwald im Nebel der lyrischen Abstraktion geographische Orientierung gab.

Zündend und variationsreich wie angedeutet die Gedichte Frank Schablewskis, facetten- und assoziationsreich die ungereimten Verse Christoph Leistens, seines Zeichens Germanist und Lehrer, Mitherausgeber der Zeitschrift „Zeichen & Wunder“ und stimmungsreicher Reiseprosaist über Nordafrika.

In einem dritten und letzten Teil versuchten sich die drei glänzend aufgelegten Poeten in einem Experiment, jeweils eigene Werke durch abwechselnden Vortrag miteinander zu verweben. So sollte der Beweis für die Eingangsthese des Abends erbracht werden, dass „Lyrik nicht am Schreibtisch entsteht, sondern im Netzwerk“.

Der Abend bot großartige Sprachbilder in einer kaum fassbaren Fülle, was es den Zuhörern nicht leichtmachte. Eine kleine Auswahl lässt das auch den erahnen, der im Stall des Kulturhofs Velbrück diesmal nicht dabei war.

Das Publikum war hörbar begeistert. Langanhaltender Applaus dankte den Poeten für einen trotz quantitativer Überfrachtung wunderbaren Abend. Und Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst bedankte sich nachdrücklich für die kulturelle Bereicherung des Gemeindelebens durch ein neuerliches Gastspiel der Lit.Eifel in der nördlichsten Kommune des angezeigten Festivalgebietes.

pp/Agentur ProfiPress

Schablewski, Mauritz, Leisten
Drei rheinische Vertreter der modernen Poesie begeisterten in Weilerswist (von links): Frank Schablewski, Hartwig Mauritz und Christoph Leisten. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Poesie Auditorium
Das Publikum in einer früheren Stallung des Kulturhofes Velbrück in Metternich war hörbar begeistert. Langanhaltender Applaus dankte den Poeten für einen trotz quantitativer Überfrachtung wunderbaren Abend. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

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Tag des offenen Denkmals am 09.09.2018 in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

1993, also vor 25 Jahren, hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erstmalig den Tag des offenen Denkmals ausgerufen. Seitdem öffnen jeden zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten ihre Pforten, um Interessierte zu begrüßen. Dieses Jahr ist auch die katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Weilerswist-Metternich (Bergstraße 22) geöffnet und lädt zum Besuch im Zeitraum von 14 bis 17 Uhr ein, bei Bedarf auch inklusive Führung und Erläuterungen sowie Demonstration des sogenannten Beierns (Kontakt: Roswitha Steinbrink, Tel: 02254 7500 / Handy: 0177 5524324 / E-mail: Roswitha.Steinbrink@web.de).

Nach der Renovierung 2009 ist die Kirche wieder in ihrer ursprünglichen Gestalt aus der Erbauungszeit um 1660 zu bewundern. Bei archäologischen Grabungen wurden Vorgängerbauten aus romanischer und gotischer Zeit sowie Bestattungsstätten mit Grabbeigaben aus der Merowingerzeit nachgewiesen. Altartisch und einfaches Taufbecken stammen aus dem 14. Jahrhundert, die älteste Glocke aus dem Jahr 1528. Die Kunst des »Beierns« – hierbei werden die Glocken rhythmisch angeschlagen – wird noch praktiziert.

Körperlich Rüstige, max. 5 Personen gleichzeitig, können die steile Treppe in den Glockenstuhl erklimmen und dem Beiermann zusehen.